Wie begann Gott in meinem Leben ?

Ich habe eine große Freude, das zu schreiben und hoffe, ich kann wenigstens ein klein wenig von meinem Leben mit Gott bezeugen.

Gott hat ganz konkret in mein Leben hineingewirkt, und zwar tat er das durch einen Jungen, den ich beim „Räuber-und-Gendarm-spielen“ kennengelernt habe. Dieser erzählte mir von seinem Glauben an Gott. Seine Ausstrahlung und seine Worte haben großen Eindruck auf mich gemacht.

Durch dieses Zeugnis begann Gott selber, mich zu sich zu ziehen -Joh 6,44: Niemand kann zu mir kommen, wenn nicht der Vater, der mich gesandt hat, ihn zieht-. In dieser Zeit merkte ich genau, wie mich Gott durch seinen Geist drängte, umzukehren von meinem gottlosen Leben und ihm nachzufolgen.

Aber ich wollte ihm gar nicht dienen. Ich wollte mein eigenes Leben weiterleben. Gott drängte immer stärker und so kam es, dass ich mich in zig Lippenbekenntnissen zu ihm bekehrte, aber es änderte sich nichts. Bis mich Gott im Mai 99 vor die Entscheidung stellte, und das so deutlich, dass ich schwitzte und zitterte, weil die Konsequenz dieser Entscheidung mich innerlich sehr erschütterte. Aber ich habe mich nicht mehr gewehrt. Und es begann ein neues Leben. Gott gab mir seinen heiligen Geist und begann mir sein Wort, die Bibel, aufzuschließen und ich begann, immer mehr in diesem Buch zu lesen. Auch schenkte er mir ein tiefes Verlangen nach Gemeinschaft mit anderen Gotteskindern und so ging ich regelmäßig mit dem Jungen, der mir von Gott erzählt hatte, in eine Gemeinde und einen Jugendkreis. Durch meine häufigen Lippen-Bekehrungen habe schon vorher gedacht, ich wäre Christ, und versuchte immer zu beten, aber nach spätestens 2 Minuten hing ich in irgendeinem Winkel meiner Träume. Aber nun verbrachte ich gerne Zeit auf den Feldern im Gespräch mit Gott und manchmal war so eine Freude in mir, dass ich nur noch jubeln und Gott preisen konnte. Das waren zwar schöne Momente, aber es waren eben immer nur einzelne punktuelle Erlebnisse.

Ein weiterer großer Umbruch in meinem Leben geschah durch das Kennenlernen eines apostolisch-prophetischen Dienstes in Walzenhausen in der Schweiz. Durch Teilnahme an einer Bemessungswoche hat Gott mir ein Stück die Augen über meinen wahren Glaubensstand öffnen können. Es waren sehr intensive Tage, aber total kostbar. Ich kam reich beschenkt nach Hause. Endlich Glaube in der Praxis. Endlich Veränderung. Es begann sich ein Bewusstsein in meinem Leben Bahn zu brechen, wozu ich eigentlich Christ bin und wie ich diese Berufung im praktischen Leben verwirklichen kann. So habe ich begonnen, meinen Eltern mich unterzuordnen und zu Hause mitzuhelfen. Meine Mutter hat gesagt, ich hätte mich total positiv verändert. Ich konnte die ständige Gereiztheit meinem Bruder gegenüber angehen und ihn nun wirklich  von Herzen lieben. Wir verstehen uns prächtig. Ich habe mich immer über andere gestellt und Gott hat begonnen, es mir lieb zu machen, für andere da zu sein, um ihnen zu dienen. So haben auch Menschen in der Schule gemerkt, dass ich einen anderen Kurs eingeschlagen habe. Auch das punktuelle ist in eine beständigere Herzensbeziehung umgewandelt worden (hatte viel mit der Idee der Stillen Zeit am Morgen zu tun – schaut auf meine Seite).
 
Es gab dann aber auch noch eine wirklich dunkle Zeit in meinem Leben. Gott hat mich viele Sünden in meinem Umfeld sehen lassen. Christen haben geraucht, sind in gottwidersprechende Kinofilme gegangen, haben geflucht und geschimpft; und das vor Menschen, die Gott noch nicht kennen. Andere lachten über Ehebruch und Homosexuelle. Und viele andere abscheuliche Dinge sind um mich herum geschehen. Und es wäre meine Aufgabe gewesen, die Menschen aus Liebe anzusprechen, ihnen die Augen zu öffnen und sie ernstlich zu warnen, dass sie so auf einem schlimmen Weg ins Gericht sind. Aber, und ich schäme mich sehr dafür, ich war zu feige dazu, habe Gott nicht vertraut und habe so wieder dem Stolz Raum gegeben. Anstatt ihnen zu dienen, wollte ich gut Freund mit ihnen sein und habe den kompromisslosen Weg mit Gott verlassen. Und so bin ich automatisch in Dinge zurückgerutscht, die eigentlich längst kein Thema mehr waren. Ich bin in dieselben Filme, habe auch geraucht und eben mich verkrochen hinter all den Dingen, hinter denen sich die Welt verkriecht. Zum Glück hat Gott das nicht durchgehen lassen und es mir sehr schlecht gehen lassen. Ich konnte dann umkehren und es wieder von Herzen zu meiner Aufgabe machen, Menschen auf Gott hinzuweisen und zwar eben auch, wenn man dann mal Sünde ansprechen muss und sich vielleicht sogar Feinde macht. Es reut mich sehr, dass ich damit ein schlechtes Zeugnis für Gott war. Ich will mich nicht mehr drücken und vielmehr durch mein Leben demonstrieren, wie man über die Sünde herrscht und mit Gott lebt. Und so kann ich aus tiefstem Herzensgrund sagen: Nie wieder will ich in solche Dinge zurück. Es ist tausendmal schöner, frei für Gott zu sein und lieben zu können.

Ich kann auch sagen, dass sich jetzt einiges verändert hat, seit ich Unrecht wieder anspreche. Gerade heute hat mir ein Klassenkamerad, mit dem ich sehr ernst geredet habe, gesagt, dass die ganze Klasse 2 Schulstunden lang, wo ich nicht da war, über mich und das, was ich sage, diskutiert hat. Er sagte mir, die Klasse wolle ihr ständiges Rumgefluche ändern und er selber will mit noch jemand mal in meine Gemeinde mitkommen. Halleluja! Ein Lehrer will sogar zu dem christlichen Musical kommen, das der Dienst, durch den soviel Praxis in mein Leben gekommen ist, im Sommer in Deutschland aufführt.

Das ermutigt mich total, weiter diesen Weg so zu gehen, weil ich merke, Gott kann mein ganzes Umfeld komplett umkrempeln und zum Guten hin prägen.

Bin sehr gespannt, wie Gott weiterführt. Mich interessiert auch, wie er in eurem Leben wirkt. Könntet ihr ja auch mal schreiben....?!


Euer Dani


P.S.: Wenn Ihr mögt, könnt Ihr mir mal schreiben, was Gott in eurer Gemeinde wirkt, weil ich finde, wir brauchen einander sehr und können uns grosse Umwege ersparen, wenn wir die Gnaden, die Gott schon andere hat erarbeiten lassen, nicht wieder neu ausgraben müssen.


Wenn ihr Interesse habt, schaut euch auch die Homepages meiner Geschwister an, die ebenfalls durch den Dienst von Walzenhausen Veränderung erfahren durften:
 Allen voran Ivo Sasek, der Leiter des Dienstes. In seinem Buch "Herr der Wandlungen" beschreibt er, wie Gott ihn in Seinen Dienst gerufen hat.
 Sebastian Möhring und wie seine Suche nach Gott zum Ziel führte.
 Familie Gruber über organische Wirklichkeiten im Familienalltag.
Andreas Flachowsky, der als ehemaliger Pfarrer der Landeskirche zu Gott umgekehrt ist.
Familie Aschmer berichtet, wie sie vom sSich-Christ-nennen zum wirklichen Christenleben fanden
 Familie Scheidt. Sie berichten, wie sie die Herrschaft Gottes in ihrer Familie aufrichten.
 Familie Erne - von einer zerbrochenen Familie zum wahren Leben.
... und wenn ihr euch ein wenig in Englisch bzw. Französisch auskennt:
 Die offizielle OCG-Homepage für den englischsprachigen Raum.
 Der französischsprachigen Seiten des Dienstes in Walzenhausen.